Hereditäre Motorisch-Sensible Neuropathie mit Katarakt
Synonyme
Hypomyelinisierende Leukodystrophie mit congenitaler Katarakt, HCC
Häufigkeit
selten
Beratung
Anmeldung zum genetischen Beratungsgespräch unter +49 (0)89/309 08 86-0
Symptomatik
Patienten mit HCC zeigen eine kongenitale Katarakt, eine progrediente neurologische Beeinträchtigung sowie einen diffusen Mangel an Myelin, der sich mit bildgebenden Verfahren darstellen lässt. Am Ende des ersten Lebensjahres verlangsamt sich die bis dahin normale pyschomotorische Entwicklung. Eine Gehfähigkeit wird nur mit Unterstützung erlangt. Eine zunehmende pyramidale und cerebelläre Dysfunktion, evtl. mit Dysarthrie und Intentionstremor, geht mit Muskelschwäche und Muskelatrophie vorwiegend der unteren Extremitäten einher. Die mentale Retardierung reicht von mild bis mäßiggradig. Kortex und graue Substanz bleiben erhalten, während eine diffuse cerebrale Hypomyeliniserung in Erscheinung tritt. Neurophysiologisch tritt fast immer eine periphere Neuropathie auf. In einer N. suralis Biopsie zeigen sich ebenfalls eine Hypomyelinisierung sowie ein milder axonaler Verlust je nach Stadium der Erkrankung.
Genetik
Die Vererbung der HCC erfolgt autosomal rezessiv. Das Gen FAM126A (HYCCIN) ist auf Chromosom 7p15.3 lokalisiert und wird auch als downregulated by CTNNB1, protein A (DRCTNNB1A) bzw. family with sequence similarity 126, member A (FAM126A) bezeichnet.
Indikation
O. g. Symptomatik